Artikel mit dem Tag "Spiritualität"



Ein Gebet des heiligen Padre Pio nach der heiligen Kommunion
Blog 2026 · 19. April 2026
Der heilige Padre Pio von Pietrelcina (1887–1968) und die heilige Gemma Galgani (1878–1903) sind sich nie begegnet. Gemma starb, als Francesco Forgione — der spätere Padre Pio — erst fünfzehn Jahre alt war, ein Bauernjunge in Süditalien, der noch nicht einmal ins Kloster eingetreten war. Und doch verbindet die beiden mehr, als ein flüchtiger Blick vermuten lässt.

Blog 2026 · 27. März 2026
Unter den deutschsprachigen Kennern der heiligen Gemma Galgani nimmt der Passionistenpater Gregor Lenzen CP einen besonderen Platz ein. Als langjähriger Provinzial der Süddeutsch-Österreichischen Passionistenprovinz und heutiger Rektor des Klosters St. Gabriel in München-Pasing verbindet ihn mit der Heiligen aus Lucca nicht nur die gemeinsame Ordenstradition, sondern auch eine tiefe persönliche Beschäftigung mit ihrer Mystik. Als Autor und Referent hat P. Gregor mehrere spirituelle Texte...

Blog 2026 · 12. März 2026
Thérèse von Lisieux hat den „kleinen Weg“ beschrieben. Gemma Galgani ist ihn gegangen, ohne ihn zu beschreiben. Das ist kein kleiner Unterschied – es ist vielleicht der entscheidende. Beide Frauen lebten im selben Jahrzehnt, beide starben jung an Tuberkulose, beide brannten vor Liebe zu Jesus. Und beide gelangten auf ihre Weise zu derselben Erkenntnis: dass Heiligkeit keine Leistung ist, sondern ein Fallen – in die Hände Gottes, der aufängt. Thérèse und das Buch, das sie schließt...

Blog 2026 · 11. März 2026
Ein Vergleich zweier Mystikerinnen des ausgehenden 19. Jahrhunderts: Sie lebten fast zur gleichen Zeit, starben beide erschreckend jung und wurden zu zwei der bekanntesten Heiligen der Moderne: Gemma Galgani (1878–1903) aus dem italienischen Lucca und Thérèse von Lisieux (1873–1897) aus der französischen Normandie. Beide haben einander nie getroffen, und doch durchziehen ihre Lebensgeschichten so viele Parallelen, dass man beim Lesen unwillkürlich stutzt. War es Zufall? War es die...

Blog 2026 · 10. März 2026
Sie haben sich nie getroffen. Faustyna Kowalska wurde zwei Jahre nach Gemma Galganis Tod geboren. Und doch gehören sie zusammen — wie Karfreitag und Ostern, wie Wunde und Heilung, wie das Blut, das vergossen wird, und die Barmherzigkeit, die aus ihm strömt. Zwei Leben im Spiegel Gemma Galgani (1878–1903) war die Tochter eines verarmten Apothekers in Lucca, Toskana. Schwester Faustyna Kowalska (1905–1938) war die Tochter eines armen Bauern in Głogowiec bei Łódź, Polen. Beide kamen...

Blog 2026 · 10. März 2026
Als Gemma Galgani neun Jahre alt war, drängte sie so inbrünstig zur ersten heiligen Kommunion, dass ihr Beichtvater, der spätere Bischof Volpi, dem Vater erklärte: „Wenn sie nicht vor Sehnsucht sterben soll, darf man sie nicht länger warten lassen.“ Gemma wurde zugelassen, obwohl das Alter nach damaliger Praxis zu jung war. Was sie danach sagte, klingt nicht nach einem Kind: „Ich fühlte mich von der Welt losgeschält.“ Von diesem Tag an bis zu ihrem letzten Atemzug war die...

Blog 2026 · 02. Februar 2026
Im Sommer 1900 schrieb Gemma Galgani in ihr Tagebuch einen Satz, der alles zusammenfasst, was sie über sich selbst und über Gott dachte. Nach der Kommunion sprach sie Jesus an und sagte: „Wenn du eine Vergeltung von mir willst, die den Gnaden gleichkommt, musst du sie spärlicher austeilen. Denn was willst du von einer solchen Mistgrube erwarten, die nur fähig ist, dich zu beleidigen?“ Es gibt zwei Möglichkeiten, diesen Satz zu lesen. Die eine ist psychologisch: eine junge Frau mit...

Blog 2025 · 08. Dezember 2025
Die Frage klingt zunächst seltsam. Gemma Galgani — mutig? Man denkt zuerst an Sanftheit, an Gehorsam, an ein junges Mädchen, das leidet und schweigt. An Stigmata und Ekstasen. An eine Seele, die sich allem fügt. Aber das ist ein halbes Bild. Die andere Hälfte zeigt eine Frau, die dem Teufel ins Gesicht schaute, ohne davonzulaufen. Die Ungerechtigkeiten ertrug, ohne daran zu zerbrechen — und gelegentlich, mit einem Lächeln, auf sie antwortete. Die wusste, was sie wollte, und es sagte....

Blog 2025 · 08. Dezember 2025
Gemma Galgani (1878–1903) empfing die Stigmata, sah Erscheinungen, kämpfte mit dem Teufel, führte Gespräche mit ihrem Schutzengel und starb mit fünfundzwanzig Jahren an Tuberkulose. Wer ihr Leben nüchtern betrachtet, steht vor einer Frage, die man nicht umgehen kann: Wie erklärt man das? Ein atheistischer Psychologe des 21. Jahrhunderts würde die Frage anders stellen als ein gläubiger Theologe. Beide Fragen sind es wert, ernsthaft beantwortet zu werden. Was die Psychologie sagen...

Blog 2025 · 10. November 2025
Eine verborgene Künstlerin Wer an Gemma Galgani denkt, denkt an Stigmen und Ekstasen, an Buße und Leiden, an das schwarze Wollkleid und den berüchtigten Strohhut. Man denkt nicht an Aquarellmalerei. Nicht an Musik. Nicht an die Schönheit einer toskanischen Landschaft. Und doch gehören alle diese Dinge zu Gemma – und gerade die Spannung zwischen ihrem offenkundigen Talent für das Schöne und ihrer ebenso offenkundigen Weigerung, dieses Talent zur Geltung zu bringen, enthüllt einen der...

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