Artikel mit dem Tag "Gemma im Alltag"



Blog 2026 · 25. März 2026
Wer die Briefe der heiligen Gemma Galgani liest – über 100 an P. Germano allein, dazu viele an Bischof Volpi, an Cäcilia Giannini und andere – fragt sich unwillkürlich: Wann hat sie das geschrieben? Und wo? Maria Veronika Rubatscher, die in ihrem zweibändigen Werk „Bei Gemma Galgani“ aus vielerlei Quellen geschöpft hat (hier aus dem Vorwort P. Germanos zu Gemmas Briefen), gibt darauf eine Antwort, die man nicht vergisst. Das kleine Tintenfass im Sack „Jede Zeit, jeder Ort war ihr...

Blog 2026 · 24. März 2026
Es gibt Szenen aus dem Leben der Heiligen, die man nicht inszenieren kann. Die einfach geschehen – unbeabsichtigt, fliehend, aus der Tiefe des Alltags heraus. Diese hier ist eine davon. Gemma Galgani und P. Germano beten gemeinsam das Stundengebet. Die Szene ist auf den ersten Blick unspektakulär: ein Priester und ein junges Mädchen, Seite an Seite, Seiten wendend, Latein betend. Aber dann – mitten im Gebet – entrückt Gemma. Ihre Augen leuchten. Ein Engel, oder der König der Engel,...

Blog 2026 · 14. März 2026
Es gibt Geschichten aus dem Leben der Heiligen, die man nicht vergisst – nicht wegen ihrer Großartigkeit, sondern wegen ihrer Menschlichkeit. Diese hier ist eine davon. Gemma Galgani ist noch keine zwanzig Jahre alt. Ihr Vater ist tot, ihre Familie mittellos. Bis sie endlich bei der Familie Giannini aufgenommen werden darf, wohnt sie vorübergehend im Kloster der Servitinnen in Lucca – eine kurze, für Gemma nicht leichte Zeit, die die Schriftstellerin Maria Veronika Rubatscher in ihrem...

Blog 2026 · 13. März 2026
Am langen Tisch der Familie Giannini gibt es einen Platz, den niemand begehrt: ganz am Ende, hinter dem breiten Rücken der Tante Cäcilia, von deren geschäftiger Lebhaftigkeit halb verdeckt. Genau diesen Platz hat Gemma Galgani sich ausgewählt. Kein Zufall. Gemma fastet – unaufhörlich und streng – und sie möchte, dass es keiner merkt. Am letzten und unbequemsten Platz der Tafel ist das am leichtesten. Der Stuhl und der Löffel Gemma hat noch eine zweite Entdeckung gemacht: einen Stuhl,...

Blog 2025 · 10. November 2025
Eine verborgene Künstlerin Wer an Gemma Galgani denkt, denkt an Stigmen und Ekstasen, an Buße und Leiden, an das schwarze Wollkleid und den berüchtigten Strohhut. Man denkt nicht an Aquarellmalerei. Nicht an Musik. Nicht an die Schönheit einer toskanischen Landschaft. Und doch gehören alle diese Dinge zu Gemma – und gerade die Spannung zwischen ihrem offenkundigen Talent für das Schöne und ihrer ebenso offenkundigen Weigerung, dieses Talent zur Geltung zu bringen, enthüllt einen der...

Blog 2024 · 02. Mai 2024
Wenn von Gemma Galgani die Rede ist, denkt man zuerst an Stigmata, Ekstasen und mystische Visionen. Doch wer nur das Übernatürliche in ihrem Leben sieht, übersieht das Wesentliche. Denn die Biografie der jungen Frau aus Lucca erzählt auch eine andere Geschichte: die Geschichte einer konkreten, handfesten, manchmal geradezu robusten Nächstenliebe. Gemma wusch eitrige Wunden, fütterte Bettler, schuftete in der Küche und trug das Leid anderer buchstäblich am eigenen Leib. Ihre Liebe zu den...