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„Die Angst wird mich nicht aufhalten" - Carlo Acutis und seine besondere Verbundenheit mit der heiligen Gemma Galgani

Heiliger Carlo Acutis (1991–2006)

Er war sieben Jahre alt, als er sich in ein Besucherbuch eintrug. Ein Kind. Und doch klingen die Worte, die Carlo Acutis in jenem Sommer 1998 hinterließ, wie das Gebet eines Menschen, der schon weiß, was ihn erwartet – und der trotzdem keine Angst haben will. Am 6. August 1998 besuchte Carlo mit seiner Familie das Geburtshaus der heiligen Gemma Galgani im toskanischen Camigliano bei Lucca. Gemma Galgani – Mystikerin, Stigmatisierte, 1940 heiliggesprochen – war für Carlo keine ferne Heilige aus dem Geschichtsbuch. Sie war eine Vertraute. Eine Begleiterin. Jemand, an den er sich wandte wie an eine ältere Schwester im Glauben. „Wie du siehst, lasse ich mich von dir leiten. Ich habe Angst, aber die Angst wird mich nicht aufhalten. Weil du neben Pater Pio in meiner Nähe geblieben bist. Ich liebe euch so sehr." (Carlo Acutis, 6. August 1998, im Alter von 7 Jahren) Diese wenigen Sätze offenbaren eine Innenwelt, die für ein Kind von sieben Jahren außergewöhnlich ist. Carlo spricht von Angst – offen, ohne sie wegzureden. Aber er lässt sich von ihr nicht bestimmen. Und er nennt in einem Atemzug zwei Heilige, die ihm nahe sind: Gemma Galgani und Pater Pio. Keine abstrakten Vorbilder, sondern lebendige Begleiter seines Alltags. Carlo Acutis wuchs in Mailand auf, in einer wohlhabenden Familie, die dem Glauben zunächst wenig Bedeutung beimaß. Er selbst aber fand früh seinen Weg zur Eucharistie, zur täglichen Messe, zum Rosenkranz. Mit seiner Begeisterung für Informatik dokumentierte er Eucharistische Wunder aus aller Welt – eine Ausstellung, die bis heute in Diözesen weltweit gezeigt wird. Im Oktober 2006 starb Carlo Acutis mit nur 15 Jahren an Leukämie. Er soll gesagt haben, er opfere sein Leiden für den Papst und die Kirche auf. Am 10. Oktober 2025 wurde er von Papst Franziskus heiliggesprochen – als erster Heiliger, der im 21. Jahrhundert geboren wurde. Der Eintrag von 1998 aber bleibt eines der berührendsten Zeugnisse seines Lebens. Ein Siebenjähriger, der Angst kennt – und sie trotzdem nicht siegen lässt. Der sich führen lässt.

 

QUELLE

freunde.carloacutis.de

 

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