In der Welt der Online-Präsenzen rund um die heilige Gemma Galgani nimmt eine Website einen ganz besonderen Platz ein: suoresantagemma.it, die offizielle Homepage der „Congregazione Missionaria Sorelle di Santa Gemma" – der Missionskongregation der Schwestern der heiligen Gemma. Denn diese Ordensgemeinschaft ist auf einzigartige Weise mit der Heiligen verbunden: Eine Tochter der Familie Giannini, die Gemma in Lucca aufgenommen hatte und sie als Kind erlebte, gründete 1939 in Camigliano die Missionskongregation der Schwestern der heiligen Gemma als Teil der Passionistenfamilie.
Diese Gründerin war Gemma Eufemia Giannini, die als junges Mädchen die letzten Lebensjahre der Heiligen in ihrem Elternhaus hautnah miterlebte. Das Geburtshaus der heiligen Gemma in Camigliano wurde zugleich das erste Haus der Kongregation: Am 2. Oktober 1939 nahmen Madre Giannini und die ersten Schwestern dort Wohnung. Die Gründung erwuchs also unmittelbar aus der persönlichen Begegnung mit der Heiligen – ein Zeugnis von seltener Direktheit.
Die italienischsprachige Website spiegelt Charakter und Sendung der Gemeinschaft wider. Sie ist übersichtlich in mehrere Hauptbereiche gegliedert: Unter „Chi siamo" (Wer wir sind) finden sich Informationen zu Charisma, Logo, Motto sowie Berufung und Sendung der Schwestern. Eigene Rubriken sind der heiligen Gemma Galgani gewidmet – mit einer detaillierten Chronologie ihres Lebens, Auszügen aus ihren Schriften, Gebeten und Publikationen – sowie der Gründerin Madre Gemma Eufemia Giannini, für die ein eigener Bereich mit Biographie und einem Dekret über ihre Venerabilität (Ehrwürdigkeit) eingerichtet ist.
Besonders aufschlussreich ist die geographische Struktur der Seite: Unter den Rubriken „Italia", „Repubblica Democratica del Congo" und „Costa D'Avorio" werden die einzelnen Niederlassungen vorgestellt. Die Kongregation ist heute in Italien, in der Demokratischen Republik Kongo und an der Elfenbeinküste tätig. In Italien unterhält die Gemeinschaft neben dem Mutterhaus in Camigliano auch das Geburtshaus der heiligen Gemma, die Casa Giannini in Lucca – jenes Haus, in dem Gemma ihre letzten Lebensjahre verbrachte und in dem ihre Ekstasen aufgezeichnet wurden – sowie ein Familienhaus in Segromigno und ein Missionszentrum in Cariati Marina. Im Kongo sind die Schwestern in Bukavu und Kavimvira, an der Elfenbeinküste in Sassandra und Sago präsent. Das Geburtshaus in Camigliano, die „Casa Nativa", wurde in den 1960er Jahren auch zu einem Gebetszentrum für junge Menschen, die sich um Wort und Eucharistie versammelten, und zu einem Ziel für Pilger. Bis heute wird es von den Schwestern betreut.
Die Seite bietet zudem eine Foto- und Videogalerie, einen Veranstaltungskalender und die Möglichkeit, die Missionsprojekte der Schwestern finanziell zu unterstützen – auch durch sogenannte „bomboniere solidali", solidarische Gastgeschenke nach italienischer Tradition. Die Spiritualität der Schwestern, so wird auf der Website deutlich, verbindet die Passionsspiritualität der Passionistenfamilie mit vier Tugenden, die Madre Gemma Eufemia in der heiligen Gemma Galgani besonders erkannte: Nächstenliebe, Einfachheit, Demut und Opferbereitschaft. Für Pilger, die Lucca und die Gemma-Stätten besuchen, ist suoresantagemma.it eine wertvolle Ressource – nicht nur als Informationsquelle, sondern als lebendiges Zeugnis dafür, dass das geistliche Erbe der heiligen Gemma Galgani bis heute Früchte trägt: in einer missionarischen Gemeinschaft, die vom Geburtsort der Heiligen aus bis nach Zentralafrika und Westafrika wirkt.
